WAS AN EMPFINDSAMKEIT BLEIBT von den HFF-Studentinnen* und -Alumnae Daniela Magnani Hüller (Regie), Noah Böhm (Kamera) und Amparo Mejías (Dramaturgische Beratung) feierte im Februar auf der Berlinale Premiere und wurde u.a. im Mai auf dem DOK.fest München gezeigt / Der Friedenspreis des Deutschen Films National geht an GELBE BRIEFE von Regisseur İlker Çatak, produziert von HFF-Professor Ingo Fliess und HFF-Alumnus Seren Şahin / Die Verleihung des Friedenspreis des Deutschen Films fand am Abend des 23. Juni 2026 im Cuvilliés-Theater in München statt und feierte in diesem Jahr 25. Jubiläum / Sendung zur Preisverleihung auf 3sat am 27. Juni (23:45 Uhr), BR am 30. Juni (23:45 Uhr)
München, 24.06.2026 - Am gestrigen Dienstagabend wurde im festlichen Rahmen des Cuvilliés-Theaters München der 25. Friedenspreis des Deutschen Films – Die Brücke verliehen. Der von Elisabeth Wicki-Endriss im Gedenken an das filmische Schaffen ihres Mannes Bernhard Wicki (1919-2000) initiierte Preis ehrt seit 2002 künstlerisch herausragende Filme mit humanistischer, gesellschaftspolitischer und friedensstiftender Dimension.
In diesem Jahr feiert der Preis sein 25-jähriges Bestehen – ein Vierteljahrhundert und mehr als 70 Preisträger und Preisträgerinnen, deren Werke für Toleranz, Menschenrechte und Frieden eintreten.
HFF-Absolventin Daniela Magnani Hüller erhält den Debütpreis des Friedenspreis des Deutschen Films
Mit dem Debütfilmpreis des Friedenspreis des Deutschen Films – Die Brücke, dotiert mit einem Preisgeld von 5.000 Euro, wird in diesem Jahr erstmals ein Werk der dokumentarischen Form ausgezeichnet. Der Preis geht an die Münchner Filmemacherin Daniela Magnani Hüller und ihren HFF-Abschlussfilm WAS AN EMPFINDSAMKEIT BLEIBT. In ihrem autobiografischen Langfilmdebüt, das seine Weltpremiere im Berlinale Forum 2026 feierte, kehrt sie 14 Jahre nach einem überlebten Femizidversuch zu den prägenden Menschen von damals zurück und stellt behutsam, aber ohne Blatt vor dem Mund, die Frage, wer Verantwortung trägt: die Einzelnen, die Schule, die Justiz, die Gesellschaft? Die Jury begründet die Auszeichnung: "Daniela Magnani Hüller verschiebt den Fokus dorthin, wo er lange gefehlt hat: auf die Überlebende, auf die Strukturen und die Verantwortung vieler - und tut dies mit einer Bildsprache von seltener Empfindsamkeit, die aus einem persönlichen Schmerz heraus etwas erschafft, das alle angeht."
Grund zur Mitfreude gibt es für HFF-Produktionsprofessor Ingo Fliess (if…productions) und HFF-Alumnus Seren Şahin: İlker Çatak wird für den von ihnen als Produzent und Producer verantworteten Film GELBE BRIEFE in der Kategorie National ausgezeichnet.
Über den Bernhard Wicki Gedächtnis Fonds e.V.
Der Bernhard Wicki Gedächtnis Fonds e.V., München, wurde 2001 von Elisabeth Wicki-Endriss, der Witwe des 2000 verstorbenen Bernhard Wicki, gegründet. Zweck des Bernhard Wicki Gedächtnis Fonds e.V. ist die Förderung von Bildung, Toleranz und Völkerverständigung, basierend auf dem filmischen Vermächtnis von Bernhard Wicki und seinen Inhalten. Insbesondere die Förderung von Kunst und Kultur auf dem Gebiet des gesellschaftlich besonders engagierten, für Toleranz und Menschenrechte werbenden Films. Gleichzeitig arbeitet der Bernhard Wicki Gedächtnis Fonds e.V. daran, jungen Menschen über das Medium Film Orientierungshilfen zu geben für ihre Identitätsbildung und Willensentscheidung gegen jegliche Gewalt und Verfolgung von Menschen anderer geistiger Prägungen. Dazu hat er erstmals 2003 die "Jugendkinotage Die Brücke" unter der Schirmherrschaft von Herrn Staatssekretär Karl Freller in Kooperation mit dem Ministerium für Unterricht und Kultus und dem Kulturreferat der Stadt München ins Leben gerufen.
Über den Friedenspreis des Deutschen Films – Die Brücke
Der Friedenspreis des Deutschen Films wird seit 2002 vom Bernhard Wicki Gedächtnisfonds e.V. in Zusammenarbeit mit der Bayerischen Staatsregierung und der Spitzenorganisation der Filmwirtschaft SPIO organisiert. Neben der Förderung des Freistaates Bayern und des FilmFernsehFonds Bayern wird der Preis zudem regelmäßig von der Landeshauptstadt München, dem Bayerischen Rundfunk, dem Hotel Bayerischer Hof sowie weiteren Partnern und Sponsoren finanziell und materiell unterstützt.
*Aufgrund einer für die Hochschule bindenden Vorgabe durch die allgemeine Geschäftsordnung für den Freistaat Bayern vom 01.04.2024 dürfen sämtliche Personen- und Funktionsbezeichnungen ausschließlich in der weiblichen und/oder männlichen Form aufgeführt werden. Mehrgeschlechtliche Schreibweisen sind unzulässig. Selbstverständlich sind Personen aller geschlechtlicher Identitäten ausdrücklich mit angesprochen.